Berichtsheft Mediengestalter/-in Digital und Print — Vorlage, Tätigkeiten & Wochenbeispiel
Ein guter Ausbildungsnachweis zeigt konkret, was du im kreativen Ausbildungsalltag tatsächlich gelernt und gemacht hast. Auf dieser Seite findest du berufsspezifische Beispiele zum Ausbildungsberuf Mediengestalter/-in Digital und Print, typische Ausbildungsbereiche und eine vollständige Beispielwoche. Nutze die Beispiele als Orientierung und passe jeden Eintrag an deinen eigenen Betrieb, Unterricht und Lernfortschritt an.
Typische Ausbildungsbereiche
Die genaue Organisation unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb. Im Generator sind für diesen Beruf unter anderem folgende Bereiche hinterlegt:
- Grafikdesign
- Webdesign
- Druckvorstufe
- Bildbearbeitung
Typische Tätigkeiten für dein Berichtsheft
Formuliere so konkret wie möglich: Was hast du gemacht, womit hast du gearbeitet und was war das Ergebnis? Diese Beispiele stammen aus den berufsspezifischen Tätigkeitsfeldern des Generators:
- Flyer gestaltet: Ich gestaltete einen doppelseitigen Flyer für eine Kundenaktion in InDesign nach Corporate-Design-Vorgaben und bereitete die Druckdaten als PDF/X-4 auf.
- Logo-Varianten erstellt: Mir wurde die Erstellung von drei Logo-Varianten für einen Neukunden übertragen. Ich arbeitete in Illustrator mit Vektorgrafiken.
- Landingpage gestaltet: Ich gestaltete eine Landingpage in Figma: Wireframe, High-Fidelity-Mockup und Prototyp mit Interaktionen.
- Responsive Umsetzung: Mir wurde die Umsetzung eines Webdesigns in HTML und CSS übertragen. Ich achtete auf Responsivität und Cross-Browser-Kompatibilität.
- Druckdaten geprüft: Ich prüfte 10 Druckdateien im Preflight auf Auflösung, Farbmodus (CMYK), Beschnitt und Schrifteinbettung.
- Farbproof erstellt: Mir wurde die Erstellung eines zertifizierten Farbproofs auf dem Epson-Proofer übertragen. Ich verglich den Proof mit dem Softproof am Monitor.
- Produktfotos bearbeitet: Ich bearbeitete 20 Produktfotos in Photoshop: Freistellen, Farbanpassung und einheitliche Belichtung.
- Retusche: Mir wurde die Retusche von Porträtfotos für die Unternehmenswebsite übertragen. Ich korrigierte Belichtung und führte eine dezente Hautretusche durch.
Beispiel: eine vollständige Woche
So kann eine Beispielwoche aussehen. Die Tätigkeiten sind bewusst dem jeweiligen Bereich zugeordnet. Passe Inhalt, Reihenfolge, Mengen und Formulierungen an deine tatsächlich ausgeführten Aufgaben an.
| Tag | Bereich | Beispiel-Eintrag |
|---|---|---|
| Montag | Grafikdesign | Mir wurde die Erstellung von drei Logo-Varianten für einen Neukunden übertragen. Ich arbeitete in Illustrator mit Vektorgrafiken. |
| Dienstag | Webdesign | Ich erstellte animierte HTML5-Werbebanner in drei Formaten für eine Display-Kampagne. |
| Mittwoch | Druckvorstufe | Ich fertigte die Reinzeichnung einer Anzeige an: Texte korrekturgelesen, Bilder platziert und die finale Datei exportiert. |
| Donnerstag | Bildbearbeitung | Mir wurde die Retusche von Porträtfotos für die Unternehmenswebsite übertragen. Ich korrigierte Belichtung und führte eine dezente Hautretusche durch. |
| Freitag | Grafikdesign | Ich gestaltete einen doppelseitigen Flyer für eine Kundenaktion in InDesign nach Corporate-Design-Vorgaben und bereitete die Druckdaten als PDF/X-4 auf. |
Berufsschule: Lernfelder und Unterrichtsthemen
An Berufsschultagen solltest du die tatsächlich behandelten Lernfelder oder Unterrichtsthemen dokumentieren. Passende Beispiele aus der berufsspezifischen Datenbank sind:
- Lernfeld 1: Medienprodukte konzipieren: Wir erarbeiteten den Workflow eines Medienprojekts: Briefing, Konzept, Entwurf, Reinzeichnung und Ausgabe.
- Lernfeld 2: Typografie: Im Unterricht behandelten wir Schriftklassifikation, Mikrotypografie und die Gestaltung lesbarer Fließtexte.
- Lernfeld 3: Farblehre: Thematisiert wurden Farbmodelle (RGB, CMYK, Lab), Farbharmonien und die Farbpsychologie in der Werbung.
- Lernfeld 4: Bildbearbeitung: Wir vertieften Photoshop: Ebenen, Masken, Kanäle und die nicht-destruktive Bildbearbeitung.
- Lernfeld 5: Drucktechnik: Die Einheit befasste sich mit Druckverfahren (Offset, Digital, Sieb), Papier und der Druckweiterverarbeitung.
So wirken Einträge nachvollziehbar
Vermeide identische Texte über viele Wochen, allgemeine Floskeln und Tätigkeiten, die du nicht ausgeführt hast. Gute Einträge nennen konkrete Aufgaben und zeigen deinen Lernfortschritt. Prüfe außerdem Stunden, Abwesenheiten, Berufsschultage und persönliche Angaben vor dem Export.
Vorgaben deiner zuständigen Stelle beachten
Form, Umfang, Freigabe und Prüfungsrelevanz des Ausbildungsnachweises können je nach Ausbildungsberuf, Betrieb und zuständiger Stelle unterschiedlich sein. Prüfe deshalb die Vorgaben deines Ausbildungsbetriebs und der für deine Ausbildung zuständigen Stelle, bevor du dein Berichtsheft final einreichst.