Berichtsheft Hotelfachmann/-frau — Vorlage, Tätigkeiten & Wochenbeispiel
Ein guter Ausbildungsnachweis zeigt konkret, was du in Gastronomie und Tourismus tatsächlich gelernt und gemacht hast. Auf dieser Seite findest du berufsspezifische Beispiele zum Ausbildungsberuf Hotelfachmann/-frau, typische Ausbildungsbereiche und eine vollständige Beispielwoche. Nutze die Beispiele als Orientierung und passe jeden Eintrag an deinen eigenen Betrieb, Unterricht und Lernfortschritt an.
Typische Ausbildungsbereiche
Die genaue Organisation unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb. Im Generator sind für diesen Beruf unter anderem folgende Bereiche hinterlegt:
- Rezeption
- Restaurant
- Housekeeping
- Bar
Typische Tätigkeiten für dein Berichtsheft
Formuliere so konkret wie möglich: Was hast du gemacht, womit hast du gearbeitet und was war das Ergebnis? Diese Beispiele stammen aus den berufsspezifischen Tätigkeitsfeldern des Generators:
- Check-in durchgeführt: Ich empfing 12 Gäste beim Check-in, erfasste Meldedaten nach BMG, programmierte Zimmerkarten und erklärte die Hotelleistungen.
- Check-out und Rechnungsstellung: Mir wurde der Check-out-Prozess für 10 Gäste übertragen. Ich erstellte die Rechnungen, prüfte Minibar-Verbrauch und wickelte Bar- und Kartenzahlungen ab.
- Frühstücksservice: Ich bereitete das Frühstücksbuffet für 70 Gäste vor, füllte Speisen und Getränke nach und koordinierte die Nachproduktion mit der Küche.
- Tischservice: Mir wurde der Service an 9 Tischen im à-la-carte-Restaurant übertragen. Ich nahm Bestellungen auf, servierte und räumte ab.
- Zimmerreinigung: Ich reinigte 12 Zimmer nach dem Check-out gemäß Reinigungsstandard, kontrollierte die Minibar und meldete die Zimmer als bezugsfertig.
- Wäschebestand geprüft: Mir wurde die wöchentliche Bestandsaufnahme der Bettwäsche übertragen. Fehlmengen meldete ich an die Hausdame.
- Barmixgetränke: Ich bereitete Cocktails und Longdrinks nach Rezeptur zu und hielt den Arbeitsplatz nach HACCP-Vorgaben sauber.
- Inventur Bar: Mir wurde die wöchentliche Inventur der Bar übertragen. Ich zählte Spirituosen und Softdrinks und meldete den Nachbestellbedarf.
Beispiel: eine vollständige Woche
So kann eine Beispielwoche aussehen. Die Tätigkeiten sind bewusst dem jeweiligen Bereich zugeordnet. Passe Inhalt, Reihenfolge, Mengen und Formulierungen an deine tatsächlich ausgeführten Aufgaben an.
| Tag | Bereich | Beispiel-Eintrag |
|---|---|---|
| Montag | Rezeption | Mir wurde der Check-out-Prozess für 10 Gäste übertragen. Ich erstellte die Rechnungen, prüfte Minibar-Verbrauch und wickelte Bar- und Kartenzahlungen ab. |
| Dienstag | Restaurant | Ich empfahl einem Gast einen passenden Wein zum Hauptgericht, präsentierte die Flasche fachgerecht und servierte den ersten Schluck zur Verkostung. |
| Mittwoch | Housekeeping | Ich bereitete ein VIP-Zimmer mit Willkommensgruß, Obstkorb und zusätzlichen Handtüchern nach den Wünschen der Reservierung vor. |
| Donnerstag | Bar | Mir wurde die wöchentliche Inventur der Bar übertragen. Ich zählte Spirituosen und Softdrinks und meldete den Nachbestellbedarf. |
| Freitag | Rezeption | Ich empfing 12 Gäste beim Check-in, erfasste Meldedaten nach BMG, programmierte Zimmerkarten und erklärte die Hotelleistungen. |
Berufsschule: Lernfelder und Unterrichtsthemen
An Berufsschultagen solltest du die tatsächlich behandelten Lernfelder oder Unterrichtsthemen dokumentieren. Passende Beispiele aus der berufsspezifischen Datenbank sind:
- Lernfeld 1: Arbeitsplatz einrichten: Wir behandelten Hygienevorschriften, Arbeitssicherheit und die Struktur eines Hotelbetriebs mit seinen Abteilungen.
- Lernfeld 2: Gästeempfang: Im Unterricht übten wir den professionellen Check-in-Prozess, die Meldepflicht und den Umgang mit verschiedenen Gästetypen.
- Lernfeld 3: Warenbereitstellung: Thematisiert wurden Einkauf, Lagerhaltung und die Berechnung von F&B-Kennzahlen wie Wareneinsatz und Aufschlag.
- Lernfeld 4: Gastorientiert servieren: Wir behandelten Serviceregeln, Serviertechniken und die Menüfolge nach klassischer französischer Ordnung.
- Lernfeld 5: Marketing: Die Einheit befasste sich mit Hotelklassifizierungen, Revenue Management und der Gestaltung von Pauschalangeboten.
So wirken Einträge nachvollziehbar
Vermeide identische Texte über viele Wochen, allgemeine Floskeln und Tätigkeiten, die du nicht ausgeführt hast. Gute Einträge nennen konkrete Aufgaben und zeigen deinen Lernfortschritt. Prüfe außerdem Stunden, Abwesenheiten, Berufsschultage und persönliche Angaben vor dem Export.
Vorgaben deiner zuständigen Stelle beachten
Form, Umfang, Freigabe und Prüfungsrelevanz des Ausbildungsnachweises können je nach Ausbildungsberuf, Betrieb und zuständiger Stelle unterschiedlich sein. Prüfe deshalb die Vorgaben deines Ausbildungsbetriebs und der für deine Ausbildung zuständigen Stelle, bevor du dein Berichtsheft final einreichst.